
Von geldwerten Vorteilen profitieren Arbeitgeber und Arbeitnehmern durch geringere steuerliche Abzüge innerhalb festgelegter Grenzen. Für Mitarbeitende bedeuten die zusätzlichen Leistungen Benefits, die die Attraktivität von Unternehmen als Arbeitgeber zu erhöhen und die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Einen Überblick über die steuerlichen Freibeträge und -grenzen sowie Beispiele für Sachleistungen geben wir dir in diesem Artikel.
Unter einem geldwerten Vorteil sind Sachbezüge beziehungsweise Sachleistungen (Sachlohn oder Sachbezug) zu verstehen, die einem Arbeitnehmer zuzüglich zum Gehalt angeboten werden können. Ausgehend vom Begriff “Geldwert” wird deutlich, dass Mitarbeiter zusätzliche Leistungen erhalten, die “Geld wert” sind. Durch ihre Inanspruchnahme ersparen sich die Arbeitnehmer entsprechende Kosten. Der geldwerte Vorteil gilt laut §8 Einkommensteuergesetz immer als Einnahme und wird vom Finanzamt als steuer- und sozialversicherungspflichtiges Einkommen angesehen. Es besteht kein gesetzlicher Anspruch auf die zusätzlichen Sachleistungen.
Sachbezüge als geldwerte Vorteile gibt es zahlreiche, die als Benefit für einen Arbeitnehmer in Frage kommen. Als Klassiker gelten der Firmenwagen, der auch privat genutzt werden darf, oder die Essensgutscheine, die zur individuellen Verwendung zur Verfügung stehen. Diese können unter anderem in ausgewählten Restaurants oder Supermärkten eingelöst werden. Des Weiteren sind es Firmen-Laptops und -Handys sowie eine betriebliche Altersvorsorge, die als geldwerte Vorteile für Mitarbeiter gelten.
Unternehmen haben hinsichtlich der geldwerten Vorteile eine große Auswahl:
In Frage kommen auch Geschenke zu Weihnachten. Mit einem „Dankeschön“ zum Jahresausklang können Erfolge gefeiert und der Einsatz der Mitarbeiter honoriert werden. Falls Du noch etwas Inspiration benötigst, welche Corporate-Benefits in Frage kommen - wir haben ein paar Tipps zusammengestellt.
Die Sachleistungen, die im Zusammenhang mit einem geldwerten Vorteil in Frage kommen, können von Unternehmen vielseitig eingesetzt werden. Auf diese Weise kann die Wertschätzung gegenüber einem Mitarbeiters zum Ausdruck gebracht oder eine außergewöhnliche Leistung beziehungsweise ein lang angestrebter Erfolg honoriert werden.
Mit geldwerten Vorteilen kann die Attraktivität des Unternehmens auf dem Arbeitsmarkt gesteigert werden. Lange Zeit galt “täglich frisches Obst” als ein viel gebrauchtes Benefit, das aber gerade in Branchen mit einem Fachkräftemangel längst keine Zugkraft mehr besitzt. Hier müssen sich Unternehmen kreative Lösungen einfallen lassen, um sich von den Wettbewerbern abzuheben.
Bei Gehaltsverhandlungen oder Gehaltsangeboten können die Sachbezüge den entscheidenden Ausschlag geben. Ist das Budget für eine Gehaltserhöhung begrenzt, sind Angebote mit geldwerten Vorteilen durchaus relevant. Sie sind durch steuerliche Vorteile günstiger und die Mitarbeiter profitieren von höheren Nettolöhnen.
Tipp: Ein Tipp von unserer Seite, der sich stets bewährt hat. Stimmt den geldwerten Vorteil auf die Bedürfnisse eines jeden Mitarbeiter individuell ab. Die Mitarbeiterbindung mit der Unterstützung von geldwerten Vorteilen kann sich für das Unternehmen auszahlen.
Die Berechnung des geldwerten Vorteiles scheint auf den ersten Blick sehr kompliziert und komplex zu sein. Allerdings lässt sich dieser auf ein paar Grundregeln zur einfachen Handhabung reduzieren.
Wird die Freigrenze von 44 Euro überschritten, muss der gesamte Betrag versteuert werden. Bei einem Rabattfreibetrag muss lediglich die Differenz versteuert werden, die die festgelegte Grenze von 1.080 Euro jährlich übersteigt.
Im Einkommensteuergesetz wurde verankert, dass die verschiedenen Sachbezüge versteuert werden müssen. Allerdings wurden in diesem Kontext zahlreiche Ausnahmen festgelegt, die zusätzlich die Attraktivität von geldwerten Vorteilen erhöhen.
In der Regel werden die Sachleistungen über die Lohnabrechnung verrechnet. Dabei wird der Wert auf den Bruttolohn addiert und anschließend vom Netto abgezogen. Als zusätzlicher Anreiz sind bestimmte Sachbezüge steuerfrei. Dabei wird vom Gesetzgeber zwischen einem Freibetrag und der Freigrenze unterschieden.
Der Firmenwagen besitzt vor allem in Deutschland und in bestimmten Branchen einen besonders hohen Stellenwert. Die Berechnung des geldwerten Vorteils stellt eine Besonderheit dar. Dafür gibt es zwei unterschiedliche Varianten. Entweder erfolgt die Abrechnung über die Ein-Prozent-Regelung oder das Fahrtenbuch. Die meisten Unternehmen und Arbeitnehmer entscheiden sich gegen das Fahrtenbuch, weil dies ohne automatische Aufzeichnung einen extrem hohen Aufwand bedeutet.
Tipp: Elektroautos als Dienstwagen werden steuerlich bevorteilt.
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